Die Sopranistin und Preisträgerin des Cesti-Wettbewerbs der Innsbrucker Festwochen für Alte Musik Neima Fischer studiert bei Prof. Sabine Ritterbusch und Prof. Anne Champert an der Musikhochschule Hannover. Aktuell setzt sie ihr Studium im Rahmen eines Erasmus-Aufenthalts am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris fort.

Ihre musikalische Laufbahn begann sie als Siebenjährige im Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin unter der Leitung von Prof. Friederike Stahmer, sowie an der Geige. Daher entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft für Musik und durfte bereits in jungen Jahren mit anderen Musikern und Ensembles zusammenarbeiten.

Ihr Studium in Hannover begann sie 2020 und konnte dort als Solistin in Produktionen wie Das Mädchen mit den Schwefelhölzern als Mädchen unter der Leitung von Roman Hovenbitzer, oder in Pierrot Lunaire - Mondsüchtig als Columbine unter der Leitung von Mascha Poerzgen und als Zaide in Mozarts gleichnamigen Singspiel Erfahrungen auf der Opernbühne sammeln.

Neima Fischer hat sich durch ihre rege Konzerttätigkeit bereits früh als Solistin im Bereich Konzert/Oratorium etabliert. Ihrem jungen Alters zum Trotz war sie dabei schon in bedeutenden Partien, wie z.B. J.S.Bachs Weihnachtsoratorium, Johannespassion, W.A. Mozarts Requiem, G.F. Händels The Choice of Hercules als Pleasure, César Francks Les Béatitudes oder als Belinda in Purcells Dido and Aeneas zu erleben.

Beim internationalen Cesti-Wettbewerb für Barockoper 2023 gewann sie neben dem Nachwuchspreis auch einen Sonderpreis in Form eines Engagement mit „Il Gusto Barocco“. Weiterhin ist Neima Stipendiatin von Yehudi Meuhin Live Music Now Hannover e.V.

Im November 2023 führte Neima eine Konzertreise anlässlich des kulturellen Austauschs zwischen Europa und Zentralasien nach Turkmenistan. Dort sang sie die Uraufführung des Concerto Murmures Célestes et Marins vom französischen Komponisten Pierre Thilloy mit dem turkmenischen Nationalorchester.

Zu ihrem Repertoire zählen darüber hinaus Partien wie Blonde aus Entführung aus dem Serail (Mozart), Olympia aus Hoffmanns Erzählungen (Offenbach), Juliette aus Roméo et Juliette (Gounod), Morgana aus Alcina (Händel).
Ihr Debut bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik wird sie im nächsten Jahr als Arianna in Händels Arianna in Creta geben.